Zeltlager 2007

Oppenwehe
(bm). "Natur und Heimat erleben"
unter diesem Motto stand in diesem Jahr das
Zeltlager des FC Oppenwehe. Schleiereulen,
Ameisenstraßen, die Sparrenburg Bielefeld
und wie sieht eigentlich ein "Gemeiner
Ohrwurm" unter dem Mikroskop aus - die
Kinder des Oppenweher Zeltlagers haben innerhalb
von nur fünf Tagen eine Menge gesehen
und erlebt.
Weit weg von Computer,
Fernsehen und Playstation zelteten die Kinder
und Jugendlichen im Alter von sechs bis zwölf
Jahren im schönen Oppenweher Moor.
Ohne zu wissen was genau auf sie zu kam, starteten
die 46 Kindern am vergangenen Montag mit dem
neunköpfigen Betreuerteam vom Oppenweher
Sportplatz mit Fahrrad Richtung Gasthaus Summann.
Schon zum 26. Mal fand dort das Zeltlager
statt, das in Oppenwehe einen regelrechten
Kultstatus hat.
Nachmittags ging es dann weiter für die
kleinen Sportler auf eine Wandertour durch
das Moor. Mehrere nicht ganz leichte Aufgaben
hatten sie dabei zu bewältigen: Nistkästen
auf dem Weg zählen und Blätter von
Bäumen und Sträuchern sammeln und
auch mit Namen bestimmen können. Unterwegs
sahen sie auch viele weitere Pflanzen und
Tiere im Moor: Schleiereulen, beeindruckende
Ameisenstraßen, große und kleine
Pilze, Heidekraut und das interessant aussehende
Wollgras mit seinen weißen baumwollähnlich
aussehenden Früchten.
Am Dienstag hatten die Betreuer eine Bustour
nach Osnabrück geplant. Die Kinder erkundeten
die verschiedenen Welten im Museum "Natur
und Umwelt" direkt am Osnabrücker
Zoo und beantworteten auf einer Rallye viele
Fragen zu heimischen Tieren und Lebensräumen
wie Dümmer, Stadt und Land.
Für sportliche Abwechslung sorgte dann
am Nachmittag der Besuch im Aaseebad Ibbenbüren.
In dem großen Wellenbad konnten sich
die Kleinen dann so richtig austoben.
Am Mittwoch stand dann der Besuch der Bielefelder
Sparrenburg auf dem abwechslungsreichen Programm.
Mit Rad fuhren die Kinder zunächst nach
Rahdem zum Bahnhof, um von dort aus weiter
mit Zug nach Bielefeld zu fahren. Nach einem
anstrengenden Marsch zum Burggelände
hinauf, erwartete sie an der Sparrenburg eine
spannende Führung durch die alten Gewölbe
des Wahrzeichens von Bielefeld. Die Burgwartin
erzählte den Kleinen viel über das
Leben auf der Burg und zeigte zum Beispiel
sehr anschaulich wie tief der Brunnen der
Burg ist, indem sie eine brennende Zeitung
nach unten warf. Ganz wissbegierig stellten
die Kinder der Burgwartin eine Menge fragen:
"Wie viel Pech schüttet man durch
eine Pechnase?", "Wie viele Leute
sind beim Brunnenbau gestorben?", "Wie
viele Kugeln konnten am Tag aus einer Kanone
abgefeuert werden?". Sie scheuten sich
auch nicht, die über hundert Stufen des
Turmes hinauf zu steigen, um einmal über
die Stadt Bielefeld schauen zu können.
Der Donnerstag ist immer "Badetag"
im Zeltlager. Mit Rad fuhr die große
Truppe nach Wagenfeld ins Freibad und genoss
bei herrlichem Wetter den Sprung ins kühle
Nass.
Am Abend liefen die Kinder dann rund um den
Zeltplatz, um Holz für das große
Lagerfeuer zu sammeln, das natürlich
bei einem richtigen Zeltlager nie fehlen darf.
Bevor aber in der Dunkelheit das Feuer angesteckt
wurde, gab es als kleine Überraschung
für alle Kinder noch ein leckeres Eis.
Neben dem Lagerfeuer gehört auch immer
eine Nachtwanderung zum Programm am Donnerstag.
Mit Taschenlampen und leisem Geflüster
wird dann durch das Moor gegangen, dass im
Dunkeln gleich ganz anders aussieht, so dass
sich die Kinder auch ein bisschen gruseln
konnten.
Schon zu Beginn der Woche hatten die Kinder
gruppenweise die Aufgabe bekommen ein kleines
Theaterstück vorzubereiten. Am Freitag
Morgen öffnete sich dann der Vorhang
der "Moorbühne" und die Kinder
spielten mit viel Begeisterung die, von ihnen
selbst ausgedachten Stücke. Sie führten
unter anderem die Stücke "Bremer
Stadtmusikanten", "Die Penner aus
Berlin" und "Comedy Deutschland
sucht den Superstar" auf und ernteten
dafür von den anderen Kindern und der
Betreuer-Jury viel Beifall.
Nach dem Mittag essen radelten dann alle Kinder
wieder zurück nach Haus und die Eltern
konnten ihre Schützlinge wieder in Empfang
nehmen. Nach insgesamt 80 km mit Rad, wenig
Schlaf und viel Spaß und Aufregung waren
die Kleinen ganz schön müde.
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