Laienspiel: Was für ein Abend!
Der Saal bei Meier’s Deele war bis zum letzten Platz gefüllt, als der Abend mit einem Sketch von „Dej lütgen Kloogschieter“ eröffnet wurde. Genauso turbulent sollte es weitergehen.
Die Komödie „Muddern streikt“ feuerte fast minütlich Lachsalven ab. Die Darsteller präsentierten sich sichtlich gut gelaunt und nahmen das Publikum mit in ein familiäres Fiasko.
Die Mutter zieht sich überraschend ins Bett zurück und liest Romane, während Ehemann und Kinder völlig auf sich gestellt sind. Wohin dieses Chaos führt, bleibt die Frage, die im Raum steht. Doch die Antworten purzeln nur so herein, unterstützt von einem fulminanten Ensemble.
Neben der Mutter gibt es die Männer-Kumpels Hupsi und Alex, eine Ärztin, zwei Freundinnen und einen Postboten. Gemeinsam treiben sie den Streik in die heiße Phase.
Die Inszenierung nutzt den Schauplatz des Schlafzimmers der Familie Greve, dessen Fenster eine zentrale Bedeutung trägt. Der Bühnenbildner hat hier mit bemerkenswerter Detailverliebtheit gearbeitet: Über dem Bett hängen Fotos des Ehepaars Greve mit den Kindern, und auch die übrigen Requisiten passen perfekt. Das Publikum taucht sofort in die Szenerie ein und staunt darüber, wie groß der kleine Wandschrank tatsächlich ist.
„Muddern streikt“ ist eine gelungene Mischung aus Witz, Wärme und einer Prise heikler Wahrheit – unbedingt sehenswert.


